Altersarmut – 116,91 Euro im Monat

Creative Commons (CC0) - Symbolbild dependent-100342_640 (Pixabay.com)

Zehntausende Rentner haben weniger Geld zur Verfügung als die meisten Asylbewerber. Selbst Menschen, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben, bekommen oft nicht genug Rente zum Überleben. Besonders hart ist es für sogenannte Pflegefälle. Wer in ein Pflegeheim muss, dem wird fast die gesamte Rente weggenommen, bis auf 116,91 Euro Taschengeld.

 

Die Rentnerin Elfriede Hartmann ist einer dieser Pflegefälle. Sie kann sich nicht mal die kleinsten Freuden des Lebens leisten. Das Geld reicht gerade aus, um zum Friseur zu gehen und für ein paar Kleinigkeiten. Aus Verzweiflung hat sie sich an den Münchner Verein „Ein Herz für Rentner“ gewendet.

 

Ein großer Teil des Geldes geht für Medikamente drauf. Für eine Tafel Schokolade oder ein Stück Kuchen im Café würde das Geld kaum reichen. So undankbar geht die Gesellschaft und der sogenannte “Wohlfahrts- und Sozialstaat” mit Bürgern um, die ihr ganzes Leben gearbeitet und Steuern gezahlt haben.

 

„Manchmal weiß ich nicht, wie ich über die Runden kommen soll“, meint Elfriede Hartmann. Bundesweit sind etwa 2,6 Millionen Menschen von Altersarmut betroffen. Laut dem Forschungsunternehmen Prognos ist in München ein Euro Rente 23 Prozent weniger wert als im Bundesschnitt.